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- Daten zur Geschichte der Pfarre St. Joseph
Daten zur Kirche Sankt Joseph in Moitzfeld und dem Umfeld
Im Mittelalter belegt ist der Birkerhof, allerdings an anderer Stelle als heute; Pfarrlich gehörte zunächst der Bereich zum Kloster Immekeppel, später zur Pfarre in Bensberg
1554 Erste Nikolauskirche in Bensberg
1813 Bensberg wird in Schulbezirke aufgeteilt. Moitzfeld gehört zu Schulbezirk und Pfarre Bensberg
1830 Heutige Pfarre Moitzfeld hat 214 Einwohner.
1845 Refrath und Immekeppel werden als eigene Pfarren von Bensberg abgetrennt.
1885/86 Bau der ersten Moitzfelder Schule
1886 Abtrennung des Schulbezirkes Moitzfeld von Bensberg
Gegen 1900 Grube Weiß entsteht; Moitzfeld wird ausgebaut.
Nach dem 1. Weltkrieg Wunsch nach eigener Kirche
1920 Gründung eines Kirchenbauvereins Moitzfeld
13. August 1920 Kauf einer Holzbaracke in Köln-Bocklemünd zum Preis von 19.000 Reichsmark bei der Reichsvermögensverwal-tung; sie hatte vorher als Offizierskasino gedient.
2. November 1920 Abbruch der Baracke und Transport mit Pferdefuhrwerken nach Moitzfeld
Aufbau der Notkirche auf einem Grundstück gestiftet von Frau Luise Unterbusch (+1950)
1. Advent 1920 Grundsteinlegung Notkirche
17. April 1921 Einsegnung der Notkirche durch Dechant Schlenkert aus Overath; nachmittags werden drei kleine Glocken geweiht.
Hl. Messen Eine Sonntags, eine in der Woche; Seelsorger aus Bensberg betreuen die Notkirche mit.
6. Mai 1921 Errichtung einer Kapellengemeinde mit eigener Vermögensverwaltung. Bensberg verzichtet auf eine Entschädigung für die ausgefallene Kirchensteuer mit der Auflage, keine Ansprüche an das Substanzvermögen der Pfarre Bensberg zu erheben.
1922 Der Kirchenbauverein hat 189 Mitglieder.
1926 Moitzfeld hat 839 Katholliken.
7. Mai 1929 Das Priesterseminar (heute Th.-Morus-Akademie) wird seiner Bestimmung übergeben. 129 Anwärter beginnen dort. Sie halten ihrer Probepredigten in Bensberg und auch in Moitzfeld.
20. Februar 1933 Ernennung des Pfarrers von Bensberg zum Pfarrverwalter des selbständigen Rektorates Moitzfeld.
1938/39 Bau des heutigen Pfarrhauses aus Geschenken und Sammlungen. Kosten 21.000 Reichsmark.
1939 Moitzfeld hat 901 Katholiken.
1. Januar 38 bis Jan.39 Reichswehrpfarrer a. D. Clemens Stinner übernimmt die Rektoratspfarre. Er baut das Pfarrhaus.
März 1939 Pfarrer a.D. Franz Coenen bezieht als erster Geistlicher das neue Pfarrhaus (vertrieben von den Nazis aus Stetternich bei Jülich). Er übernimmt die Seelsorge außer der Krankenbetreuung. Am 13. Oktober 1939 erleidet er nach der Morgenmesse eine Schlaganfall und stirbt.
9. Februar 1940 Kaplan Jakob Holl wird zum Pfarrvikar von Moitzfeld ernannt.
Seit 1940 Vikar Holl macht Pläne für einen Kirchenbau.
Architekt Bernhard Rotterdam sammelt 80 Wünsche und legt 1943 seinen Entwurf vor.
1944 Garten um die neue Kirche herum wird angelegt.
13. April 1945 Amerikanische Panzer rollen durch Moitzfeld und beenden den zweiten Weltkrieg für den Ort.
1. September 1945 Der Schulunterricht beginnt wieder.
30. Dezember 1945 Ernennung von Vikar Holl zum Pfarrer.
27. Mai 1946 Beginn der Erdarbeiten. Abtransport von 1800 Kubikmeter Erde. Einbau von 6.000 Sack Zement für die Grundmauern.
Pfarrer Holl fotografiert alles und mit dem Erlös finanziert er den Kirchenbau.
20/21. Februar 1947 Raub des Tabernakels aus der Notkirche.
20. Juni 1948 Pfarrer Holl kauft Industrieaktien und rettet das gesammel-te Geld so über die Währungsreform hinweg .
15. Juli 1950 Grundsteinlegung zum Turm der Kirche
10. Dezember 1950 Grundstein der Kirche als letzter Stein des Langhauses. Der Stein ist ein den Trümmern des Kölner Doms entnommener Blatt – Ornament – Stein aus dem 13. Jahrhundert. Seitlich eingelassen ist der Grundstein der Notkirche aus dem Jahr 1920.
17. Dezember 1950 Einsegnung (Benediktion) der neuen Kirche. Abschied von der Notkirche.
1951 Fertigstellung des Turms
1952 Die Notkirche wird samt ihren Fundamenten abgetragen.
1953 Vollendung des Gesamtbaus. Gesamtkosten 450.000.- DM.
1. Mai 1958 Kirchweihe (Konsekration) der Kirche Sankt Joseph durch Weihbischof Cleven.Die Orgel
Bis 1954 Pedalharmonium
31. Oktober 1954 Einweihung der ersten Orgel, die aus Sankt Nikolaus übernommen wurde zum Preis von 9.200 .- DM.
??? Bau der neuen Orgel
Aufstieg zum Glockenturm
1952 Zwei Glocken finden den Weg vom Glockenfriedhof im Hamburger Hafen nach Moitzfeld.
A- Glocke 1610 gegossen von Jakob Goetz, aus der Pfarrkirche von Sulau, Kreis Militsch in Schlesien. Material Bronze, Durchmeser 108,5 cm, Gewicht 736 kg.
G-Glocke 1681 gegossen von Jakob Sass, aus Eschenau bei Heilsberg in Ostpreußen. Material Bronze, Durchmesser 94 cm, Gewicht 500 kg.
29. Mai 1953 Zwei weitere Glocken aus der Werkstatt F. Otto in Bremen werden angeschafft. Ein Industrieller aus Groß Hohn spendet 2035 kg Kathodenkupfer und 567 kg Zinn (Wert etwa 14.000.- DM)
H-Glocke 1953 gegossen, Material Bronze, Durchmesser 83,3 cm, Gewicht 370 kg; Name: ??
E-Glocke 1953 gegossen, Material Bronze, Durchmesser 126,6 cm, Gewicht 1230 kg; Name: Hortense ??
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